Und schon ging es weiter – Himeji war ein kurzer Zwischenstopp auf dem Weg nach Osaka, daher waren wir nur eine Nacht dort.
Weil es nur eine recht kurze Strecke bis nach Osaka ist, haben wir uns diesmal für den (Regional-) Zug mit Japan Rail entschieden. Der ist nicht ganz so schnell, aber deutlich günstiger. Für einen Sonntag war es erstaunlich voll im Zug und ich möchte nicht wissen, was hier an einem normalen Werktag los ist …
Vom Bahnhof in Osaka ging es noch ein Stück weiter in die Stadt mit der U-Bahn und dann noch ca. 800m bis zum Hotel. Gegen zwölf waren wir hier, Check-in war aber erst ab 15 Uhr. Wir konnten aber unser Gepäck hier parken und losziehen.
Das Hotel liegt in Shinsaibashi, einem lebhaften Distrikt im Herzen von Osaka. Zu Fuß können wir hier richtig viel erreichen und sind zunächst in das Viertel Amerika-mura (American Village) marschiert. Es gibt eine Fülle von Läden, viele Marken sind natürlich vertreten aber auch unendlich viele kleine schöne und weniger schöne unabhängige Lädchen. Ein stetiger Strom an Menschen fließt auch an so einem Sonntag durch die Straßen. Und wir haben uns ein bisschen treiben lassen. Schließlich sind wir in einer Flipper-Halle gelandet und haben tatsächlich einige Runden mit viel Spaß gespielt. Es war Gott sei Dank nicht ganz so viel los dort und vor allem nicht ganz so laut wie in den Pachinko-Hallen, die wir schon in Tokio gesehen haben. Sonst wäre es nicht auszuhalten gewesen.
Auf dem Rückweg zum Hotel fing es an zu regnen und wir sind ausgewichen auf eine der überdachten Einkaufspassagen, die sich über mehrere Straßenblöcke erstrecken. Diese war in Summe 2 km (!!) lang, wie wir später gelesen haben.
Im Hotel haben wir dann eingecheckt, ein bisschen entspannt und die Gelegenheit genutzt, ein Maschine Wäsche zu waschen. Eigentlich sollte gleich mit getrocknet werden, aber wir mussten dann doch unsere Zimmer noch ein bisschen „dekorieren“.
Nach einem Happy-Hour Drink in der Rooftop-Bar des Hotels ging es ins Nachtleben in Dotonbori. Wieder einmal unfassbar, wieviele Menschenmassen sich hier durch die Gassen schieben und ein Restaurant neben dem anderen um Gäste buhlt.
Wir hatten uns mithilfe von „Claude“ schon vorher für ein kleines veganes Restaurant entschieden, was sich mal wieder als Volltreffer herausstellte. Es war sehr besonders und es gab eigentlich nur zwei Gerichte, aber es passte alles. Die Bilder sprechen für sich.

Fun fact: Das ganze Restaurant OKO (über vier Stockwerke) wird von einer Frau alleine betrieben. Sie kocht und hat alles andere so organisiert, dass die Gäste mit einbezogen werden. Bevor man sich in einem der oberen Stockwerke einen Platz sucht, wählt man unten sein Essen aus und bezahlt es direkt. Getränke nimmt sich weiter oben jeder im Selfservice ( z.B. mit einer Bierzapfmaschine) und bezahlt in Münzen (wer keine zur Hand hat, muss nochmal runter und kann bei der Lady wechseln) . Ehrlichkeit wird vorausgesetzt und scheint zu funktionieren.


