20 – Shin-Fuji -> Tokio

Der vorletzte Tag war ein sehr nasser. Wir haben bei strömenden Regen aus dem Apartment ausgecheckt und haben unsere Rundreise um den Fuji mit der Rückgabe des Mietwagens in Shin-Fuji abgeschlossen. In Summe sind wir mit dem Mietwagen 340km gefahren. Überraschung beim Tanken: Der Liter Benzin kostet hier nicht einmal 1€! 

Die Rückgabe lief problemlos, den gebuchten Shinkansen haben wir auf einen früheren umbuchen können, so dass wir gegen 14:30 Uhr wieder in dem gleichen Hotel angekommen sind, welches wir auch zu Beginn der Reise gebucht hatten.

Nachdem wir ein paar Mitbringsel gekauft haben, sind wir wieder zu dem Biliardsaloon gefahren, welchen wir beim ersten mal in Tokio entdeckt hatten. Diesmal haben aber alle drei gespielt. Könnten wir zu Hause glatt wiederholen!

Der allerletzte Tag in Tokio begann noch trocken. Nach einem gemütlichen und guten Frühstück haben wir ausgecheckt und das Gepäck eingelagert. Mit den Bahnen ging es dann in den Süden Tokios, über die Rainbow Bridge nach Odaiba. Nik war heute der Reiseführer und hat uns direkt zu der Freiheitsstatue geführt. Ein ganzes Stück kleiner als das Original in NYC, aber sonst ziemlich identisch. Odaiba ist ganz als anders als die anderen Teile Tokios, die wir bisher gesehen haben. Tolle Architektur, viele Malls, und alles in allem recht leer und aufgeräumt.

Nach Mittagessen und rumstreunern haben wir unser letztes Ziel der Reise zu Fuß angesteuert: das Teamlabs Planet. Auf dem langen Fußweg dahin fing es leider an zu regnen und hörte bis zur Abreise auch nicht mehr auf. Wir haben kurzentschlossen noch schnell drei kleine Schirme gekauft. Zum Glück. Denn wir haben in strömendem Regen in der Einlassschlange zu dem Teamlabs 25 min warten müssen.

Die Teamlabs Planet Ausstellung hatte an vielen Stellen große Ähnlichkeit mit der zu Beginn der Reise besuchten Borderless Ausstellung, allerdings auch zwei-drei coole neue Elemente. Der WOW Effekt stellte sich allerdings nicht mehr ein. Dazu war es sehr sehr voll, viel voller als bei der anderen.

Zurück am Hotel, umgezogen und in den überpünktlichen Shuttle zum Flughafen gestiegen. Wir konnten die Zeit bis zum Abflug entspannt in der Lounge verbringen.

Und dann fingen um 22:29 Uhr alle Handys in der Lounge, nach einer Broadcast Nachricht, an zu „schreien“. Erdbeben Warnung. Irritiert schauten wir uns um, was machen die anderen, darunter einige Japaner? Nix… Alle völlig unbeeindruckt.
Keine Minute nach der Nachricht fing die ganze Lounge an zu beben, Türen fielen zu, Lampen fingen heftig an zu wackeln. Das ganze dauerte keine Minute, die Lampen schwangen allerdings noch Minuten später hin & her.

Die anwesenden Japaner haben ihre Unterhaltungen oder ihr Essen nicht mal unterbrochen…, Nik und ich waren noch entspannt, Antje eher weniger. Sie hat das ganze sehr mitgenommen.

Wie sich etwas später rausgestellt hat, hatte das Beben eine Stärke von 5,7.

Heute kam dann noch die Info dazu, dass das Epizentrum in dem Ort nahe des Mount Fuji war, wo wir noch vor drei Tagen unsere „Glamping“ Unterkunft hatten …. dort sogar mit einer Stärke von 6.
https://sumikai.com/nachrichten-aus-japan/erdbeben-der-stufe-56-erschuettert-zentraljapan-nahe-des-mount-fuji-377710/

Was für ein Ende … fast …
Denn nachdem sich die Nerven wieder etwas beruhigt hatten, kam noch unerwartet und viel früher als erwartet das Ergebnis des BaPsy-Tests, den Nik kurz vor dem Urlaub abgelegt hat. Voller Stolz können wir sagen, ein überragendes Ergebnis, das sollte hoffentlich die Studienplatzsuche vereinfachen.


Die allerletzten Worte zu diesem Urlaub kommen noch von Nik:


Jetzt sind diese 3 Wochen Japan vorbei und es fühlt sich einerseits so an als wären wir erst vor ein paar Tagen angekommen, gleichzeitig aber auch als wären wir ewig weggewesen. Bei all den vielen Sachen die wir erlebt haben und den ganzen Eindrücken können wir gar nicht mehr richtig zuordnen, was wann und wo passiert ist. Gleichzeitig fühlt es sich aber auch so an als hätten wir erst einen Bruchteil des Landes gesehen.

Die ganze Reise über wurden wir aber auch vom Glück verfolgt, einerseits bezüglich des Wetters, was für die Regenzeit in der wir da waren, fast ausschließlich gut war, aber auch sonst, dass wir den Fuji 2 Tage in ganzer Pracht (leider ohne die Schneekrone, aber man kann ja auch nicht alles haben) bewundern durften und in einige Sehenswürdigkeiten sehr spontan noch reingekommen sind. Auch abseits davon konnte das Land meine Erwartungen definitiv erfüllen: Die Gastfreundschaft der Menschen, die atemberaubenden Städte, die kulturellen Wahrzeichen aber auch die idyllische Natur um den Fuji rum. Ein wirklich wunderschönes Land, was ich auf jeden Fall noch mal bereisen möchte.

– Ende –

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