Frank hat heute den frühen Vogel gespielt und ist schon um kurz nach acht raus, weil es strahlendblauen Himmel gab. Tatsächlich hat er den Fuji in all seiner Pracht erwischen können. Bis wir dann alle drei soweit waren, hatte es sich bereits zugezogen und für den Rest des Tages klarte es auch leider nicht mehr auf. Das machte aber nix, denn wir haben den zweiten Tag in Folge die höchsten Berg Japans (3776m) uneingeschränkt bewundern können.
Zunächst ging es nach einem Frühstück bei …. ja, natürlich: bei Starbucks 😉 ….. nach Fujigoko am Lake Kawaguchi.
Hier am Ostufer des Sees hat man vom Mount Tenjo einen besonders schönen Blick auf den Fuji. Der Plan war, hoch zu gehen (ca. 400 Höhenmeter) und mit der Seilbahn wieder runter. Die war aber leider geschlossen, sodass wir dann auch wieder zu Fuß runter mussten. Frank hat sich mit zwei Stöcken beholfen, um den Abstieg für sein Knie etwas geschmeidiger zu gestalten. Hat geholfen! Und der Aufstieg bis ganz oben (sogar nochmal einen View-Point weiter als die Bergstation der Seilbahn) hat sich auf jeden Fall gelohnt und es gibt nun gefühlt hundert weitere Fotos vom Fuji …..
Weitere kamen dann noch hinzu, als wir für 15€ die Maut-Straße zur sogenannten 5. Station auf 2.300m hochgefahren sind. Ab hier geht es nur noch zu Fuß weiter bis auf den Gipfel, und das auch nur in der Zeit von Anfang Juli bis 11. September.
Auch das war absolut lohnenswert. Erstaunlicherweise war es relativ leer, wir konnten dort oben entspannt ein wenig rumlaufen und sowohl die Fernsicht zu den japanischen Nordalpen (Hida-Gebirge) als auch zum plötzlich „sehr nahen“ Fuji-Gipfel genießen. Einzig, es war nur mit T-Shirt und kurzen Hosen bei nur noch 13 Grad ziemlich frisch. Wir hatten überhaupt nicht darüber nachgedacht, vielleicht noch eine Jacke einzupacken …. im Auto war’s aber noch schön warm und auf dem Rückweg über die rund 26km konnten wir uns wieder aufwärmen.
Im Örtchen Fujikawaguchiko haben wir dann noch ein veganes Restaurant entdeckt. Plant Nation hat gerade erst vor zwei Monaten eröffnet, wir wünschen den Betreibern viel Erfolg. Es war lecker und uns hat’s gefallen – auch wenn wir die einzigen Gäste waren. Aber im Moment ist hier halt auch keine Saison. Selbst beim nahegelegen Lawson Store, einem wohl sehr bekannten Instagram-Spot, war so gut wie nix los. Sowieso völlig verrückt, warum es einen Hype darum gibt, hier den Fuji zu fotografieren, der über dem Flachdach des Minimarktes aufragt……

Bestimmt ein Erlebnis. Kann man auf den Fuji auch rauf?
Der frühe Vogel – um 8:00 Uhr.
Da haben wir schon das erste Hemd durchgeschwitzt – und das bei 15°C. 😉