15 – Kyoto Tag 3 – Dauerregen

Puh, das war hart heute. Es hat in einer Tour durchgeregnet. Wir sind sehr froh, dass wir vor allem die Torii gestern bei schönem Wetter besichtigen konnten.

Aber hilft ja nix, also Schirm an der Rezeption geliehen und los. Zum Glück war das erste Ziel direkt um die Ecke und es war kein Tempel oder Schrein, sondern das Nijo Castle.

Es gibt Tickets nur für den Außenbereich oder für Innen und Außen. Wir haben auch das für innen genommen – das hat sich gelohnt. Leider war fotografieren drinnen komplett verboten. Schöne, große, leere Räume mit eindrucksvollen Wandgemälden. Die Kombi aus Bild, Raumgröße und Erhöhung der Räume haben alle eine Bedeutung in Bezug auf Rang und Wichtigkeit der Besucher des damaligen Herrschers. Auf Socken ging es über den Holzboden, der nicht knarzte, aber dafür wie Nachtigallen quietschte. Kein Zufall, sondern extra so angelegt, dass hörbar wurde, wenn sich jemand näherte.

Durchdacht: Die Schirmständer vor der Tür mit individuellem Chip. So wird das große Schirmchaos elegant vermieden und nichts wird nassgetropft.

Danach zurück zum Hotel und etwas später ging es zu zweit weiter zum ehemaligen Kaiserpalast. Kyoto war über 1.000 Jahre die Hauptstadt Japans, also hatte die Kaiser genug Zeit, es sich dort nett einzurichten. Das Gelände des Palastes mit einem (langweiligen) Park außerhalb der Mauer ist riesig. Die Außenmauern des eigentlichen Palastes scheinen auch endlos, vor allem im strömenden Regen.

Das ist die kurze Seite

Um 14:00 Uhr startete die englischsprachige Führung. Ein sympathischer und witziger Guide führte uns mit fabelhaftem English durch die Anlage. Eine Innenbesichtigung war nicht vorgesehen – schade. Auch waren wegen des Regens einige Außenbereiche nicht zugänglich. Und weil der Regen so laut auf die Schirme geprasselt hat, war es akustisch stellenweise leider schwer zu verstehen. Zum Nachlesen bzw. Hören gibt es aber eine App zu dem Palast.

In einem Starbucks Richtung Zentrum haben wir uns wieder vereint, haben noch ein wenig die Zeit totgeschlagen im Nishiki-Markt. Der Markt, auch als die Küche Kyoto bezeichnet, hat hauptsächlich Essbuden und ist, wie andere Einkaufsstraßen in Japan auch, komplett überdacht. Heute sehr praktisch, aber auf die Idee sind natürlich auch viele andere Menschen gekommen und entsprechend schoben sich die Massen durch die Gänge.

Um 17:30 Uhr ging es zum letzten Punkt auf Niks Kyoto-Liste, einem besonderen Sushi-Laden. Ähnlich klein wie das Restaurant gestern, aber vom Ambiente etwas „nobler“, gab es das Sushi (13 Stück + Suppe und Mini-Matcha-Dessert) für einen. Die Eltern gaben sich mit Getränken zufrieden und haben später in einem veganen 🙂 Restaurant ihren Hunger gestillt.

Und es hörte nicht auf…

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