Ein letztes Frühstück in Osaka, dann Sachen zusammenpacken und ab zunächst zur Metro und einmal umsteigen in den Zug nach Kyoto – leider haben wir den Bummelzug erwischt, der gefühlt an jeder Milchkanne hielt. War aber nicht so ganz furchtbar schlimm.
In Kyoto angekommen, ging es – mit einem sehr rasanten Busfahrer – zum Hotel. Der hatte einen Fahrstil ….. man, man, man …. Im Hotel haben wir nur schnell das Gepäck abgegeben und sind dann direkt losgezogen. Der Sohnemann hat für die beiden Tage das Programm zusammengestellt.
Erster Halt war der Hein Jing Schrein mit einem sehr schönen Teichgarten. Leider haben die Seerosen noch nicht geblüht, daher war es etwas „farblos“, aber trotzdem schön angelegt.
Der nächste Stopp war Ginkaku-ji (Silberner Pavillon Tempel) mit einem wunderschönen Zen-Garten. Besonders beeindruckend: das weiße Sandmeer und der einzigartige Sandhügel in der Form des Mount Fuji. Sie sollen den dunkel gehaltenen Pavillon nachts, wenn der Mond sich in ihnen reflektiert, hell schimmern lassen.
Last but not least ging es noch zu einem der größten Zen-Tempel von Kyoto, der Nansen-ji. Ursprünglich war es ein Kaiserpalast, aber Kaiser Kameyama, der später selbst buddhistischer Mönch wurde, ließ den Palast 1291 in einen Zen-Tempel umwandeln. Noch heute wird dort gelehrt. Im Außenbereich gibt es zudem auch noch eine Seltenheit zu sehen, nämlich eine etwa 200m lange Aquäduktbrücke.
Nicht weit von dem Tempel entfernt hatte Nik ein Tofu-Restaurant für die „Veganen Eltern“ rausgesucht. Wir waren sehr gespannt und es war eine komplett neue Erfahrung. Der Tofu wurde am Tisch in einer Porzellan-Schüssel auf einem Gaskocher erhitzt. Die dazugehörigen Beilagen wurden nach und nach serviert. Wir waren teilweise etwas unsicher, wie man was isst, aber uns wurde super freundlich und geduldig alles mit Händen und Füßen und ein paar Brocken Englisch erklärt. Auf jeden Fall ein Erlebnis.
