04 – Tokio Tag 3 – Voll und noch voller

Heute sind wir erst sehr spät in den Tag gestartet. Erst einmal musste nämlich die Weiterreise geplant und gebucht werden.

So war es dann schon zwölf Uhr, als wir endlich losgezogen sind. Heute war der Sohnemann unser Reiseführer und hatte das Tagesprogramm zusammen gestellt.

Zunächst ging es mit der Metro in den Stadtteil Shibuya. Hier war nochmal eine ganz andere Stimmung und NOCH mehr los auf den Straßen. Die ersten Spots lagen dicht beieinander: zunächst die Statue des Hundes Hachiko – auf das Anstellen für ein frontales Foto haben wir verzichtet. Der gleichnamige Film mit Richard Gere ist übrigens wirklich sehenswert und beruht zudem auf einer wahren und traurigen Geschichte.

Gleich nebenan: Shibuya Crossing – eigentlich nur eine Kreuzung … bei dieser laufen aber bei jeder Grünphase bis zu 2500 Menschen aus unterschiedlichen Richtungen über die Kreuzung und das ist wohl Weltrekord. Ein Spektakel ist es allemal – sowohl, wenn man mittendrin ist als auch von oben.

Weiter ging es nur ein paar Blöcke weiter zum Shibuya Scramble Square Building. Ein 230m hoher Wolkenkratzer mit wirklich toller Aussichtsplattform. Den Fuji haben wir zwar nicht gesehen, aber es war trotzdem ein grandioses Panorama. Wir hatten Glück, dass es nicht geregnet hat – bei Regen wird die Plattform nämlich geräumt. Als wir wieder weg sind, haben wir gesehen, dass wir auch mit unseren spontan gekauften Tickets Glück hatten, denn nun waren für den Rest des Tages alle Tickets ausverkauft.

Für unser leibliches Wohl hat uns die Claude-KI auch heute wieder einen guten Tipp für ein veganes Essen in der Nähe gegeben. Ein Mini-Lokal mit max. 20 Plätzen – alle auf kleinen Höckerchen. Wieder hatten wir Glück und haben noch einen Platz ergattern können.

Als nächstes Stand ein bisschen Bummeln an, bevor es im The Matcha Tokio einen Matcha Latte und einen Matcha Coffee Latte – beide ice – gab. Der Mann wollte nicht und hat nur mal bei uns probiert. Es war erstaunlich gut, aber mein Lieblingsgetränk wird es wohl eher nicht.

Gestärkt ging es weiter und wir sind durch den größten Park Tokios, den Yoyogipark, geschlendert und haben den Iris-Garten und den Meiji Schrein bewundert- beides aus Edo Zeiten um 1600 (Tokio ist aus dem kleinen Fischerdorf Edo entstanden und hat mittlerweile über 37 Mio. Einwohner). Fast schon eine Oase der Ruhe inmitten des Großstadt-Trubels. Aber der hatte uns nach Verlassen des Parks schnell wieder eingeholt.

Es ging dann nach einem kurzen Fußmarsch zu einer Rooftop-Bar, von wo aus wir das Treiben von Shibuya Crossing noch einmal im Dämmerlicht und von oben bestaunen konnten.

Zum Ausklang des Tages ging es noch in den Nightlifedistrikt von Shinjuku. Ein Großangriff auf die Sinne …. es ist voll, laut und überall flackern Lichter in grellen Farben. In einer kleinen Bar irgendwo im vierten Stock – abseits von all dem Trubel konnten wir noch einen Absacker trinken, bevor wir uns auf den rund 45minütigen Heimweg gemacht haben.

03 – Tokio Tag 2 – Bunt

Wir haben den Tag mit einem Besuch im teamlabs Digital Art Borderless Museum gestartet. 3h darin gingen schnell rum. Leider können die Fotos nicht ansatzweise wiedergeben, wie die Installationen wirklich wirken. Man taucht sprichwörtlich in fortlaufend neu generierte Bilder ein, diese werden um einen herumgemalt, jedes Bild wird in dem Moment geniert und spielt teilweise mit den Besuchern.
Von uns und vielen anderen Besuchern gemalte Bilder werden lebendig und werden Teil eines großen Aquariums. Der Besuch hat sich in jedem Fall gelohnt und war das Highlight des Tages..

Claude hatte wieder einen guten Tipp für ein veganes Restaurant. Wir waren im Alchemy direkt in der Nähe des Museums, sehr empfehlenswert.

Nächstes Ziel: Tokio Tower. Der 1962 fertig gestellte Fernsehturm, dem Pariser Eiffelturm nachempfunden, hat zwei Aussichtsplattformen, eine auf 150m, eine auf 250m. Wir haben uns für die untere entschieden, im Nachhinein die richtige Wahl.

Danach ging es noch zum Kaiser Palast, der mit seinen Parks ein riesiges Gelände in der Stadt belegt. Aber am Ende konnten wir nicht viel sehen, auf das Gelände kommt man auch nur in Teilen, da der Kaiser dort noch lebt. Wir blieben außen vor und haben dann zum Abschluss des Tages einen kleinen Billard Salon angesteuert.

Im dritten Stock eines unscheinbaren Gebäudes haben wir super Billiard Tische vorgefunden. In Deutschland habe ich noch noch nie gesehen, dass die Kugeln nach der Rückgabe alle einzeln abgewischt werden und der Tisch abgefegt wird.

Zum Wetter: um die 23Grad, bewölkt, aber trotz Regenzeit die meiste Zeit trocken. Für einen Städtetrip ideal.

Und noch was zum Metro System: Das ist einfach und super organisiert. Mir fällt nichts ein, was in Deutschland irgendwo daran besser ist. Züge, Busse und Metro sind pünktlich und es gibt ein einfaches, Japanweit (!!) einheitliches Zahlungsmittel (Suica Card). Einmal im Handy installiert, lässt es sich leicht nachladen und mit kurzem Vorhalten wird abgerechnet. Davon sind wir in D gefühlt Lichtjahre entfernt.