Irgendwie war heute ein etwas trödeliger Tag. Muss aber wahrscheinlich auch mal sein. Wir haben schon so viel gesehen …..
Gegen halb zwölf sind wir losgezogen und zunächst mit der Metro Richtung Osaka-jo, der Burg, die ebenso wie die Burg in Himeji um 1600 erstmalig erbaut wurde. In einem riesigen Areal mitten in der Millionen-Metropole ragt die Burg empor. Früher war sie die größte des Landes, ist aber mehrfach zerstört, wieder aufgebaut und restauriert worden. Heute ist sie allerdings mehr ein Museum im Look einer Burg, durch das die Touristen-Scharen im Einbahnstraßen-System geführt werden. Uns hat es eher enttäuscht – kein Vergleich zu Himeji. Wir sind froh, diesen Zwischenstopp auf unserer Reise eingelegt zu haben.
Es war sehr schwül heute und wir hatten alle ein bisschen einen Hänger. Also sind wir in den nächsten Starbucks für einen leckeren Kaffee. Starbucks findet man hier übrigens wie Sand am Meer und weil der Kaffee nicht nur verlässlich lecker ist sondern auch sehr günstig im Vergleich zu Starbucks-Preisen in Deutschland (2,50€ für einen großen Cappuccino) gönnen wir uns den recht häufig.
Eigentlich wollten wir als nächstes eine Bootstour machen. Osaka ist nämlich durchzogen von einem Netz aus Kanälen und Flüssen (sie stammen aus den Wasserläufen des großen Flusses Yodogawa). Aber leider war das nächste Boot schon ausgebucht, sodass wir erstmal weiter gezogen sind. Mit der Metro ging es zur Osaka Central Main Station und von dort zu Fuß zum Umeda Sky Building: zwei 173m hohe, nebeneinander stehende gläserne Gebäude, die im oberen Bereich mit einer Art Brücke verbunden sind. Im 37. Stockwerk hat man im Außenbereich, dem ringförmig angelegten „Floating Garden Observatory“ einen wirklich großartigen Rundum-Blick.
Wieder unten angekommen sind wir noch ein bisschen durch die Umgebung geschlendert – ein riesiges Geschäfts- und Einkaufsviertel, sehr modern, an die 40 Wolkenkratzer dicht bei dicht. Und auch hier: Menschen, die wie Ameisen durch die Straßen ziehen. Der Wahnsinn!
Der Sohnemann hat letzte Nacht schlecht geschlafen und war ziemlich k.o., wir sind dann auf eine kurze Pause zurück ins Hotel.
Später haben wir wieder auf einen Happy Hour Drink in der Rooftop Bar zusammen gesessen, bevor es dann nochmal losging zum Abendessen in ein veganes Ramen Restaurant nur 15 Minuten Fußweg von uns entfernt. Wieder einmal ein guter Griff und extrem lecker. Danach nur noch zurück ins Hotel. Morgen gibt’s schon um sieben Uhr Frühstück für uns. Der Tag ist auf Wunsch eines jungen Mannes nämlich voll verplant.
