12 – Osaka Tag 4 – Nara und noch mehr Rehe

Nach dem Frühstück erstmal das nächste Hotel  gebucht, dann auf und mit dem Regionalzug für 870 Yen nach Nara.

Aus der Station ging es zu einem Erdbebensimulator, den wir im Vorbeigehen zufällig entdeckt haben.. Auf einem Sportsitz wurden drei größere Erdbeben nachgestellt. Wir wurden alle ordentlich durchgeschüttelt. Im Zimmer im 16ten Stock unseres Hotels möchte ich es nicht erleben müssen. Es sei denn, es steht auf den Dämpfern, die die Schwingungen komplett kompensieren, wie uns mit einem kleinen Modell eindrucksvoll vorgeführt wurde. Nur, woher weiß ich, welches Gebäude die verbaut hat?

Dann noch einen kurzen Stopp bei Starbucks vor dem Spaziergang in den Nara Park, mit vielen Rehen und Schulklassen.

Besonderheit hier: Die Rehe verbeugen sich (manchmal), um dann einen (Hirsch-) Keks zu bekommen, die vorher an kleinen Ständen gekauft werden können.  Unser Sohn , sehr streng 😉 , gibt nur Kekse raus, wenn sich die Rehe auch ordentlich mindestens dreimal verbeugt haben. Die Rehe, nicht doof, versuchen auch ohne nicken an die Kekse in den Taschen zu kommen. Der lustige Effekt: schreiende kreischende Schulkinder, die vor Schreck und – ohne die Ruhe unseres Sohnes – wegrennen und zur Freude der Rehe ihre ganzen Kekse verlieren. Die ehemals heiligen Rehe dürfen auch heute nicht verscheucht , geschweige denn gejagt, werden. So leben Keksverkäufer und Rehe in einen für beide Seiten lukrativen Beziehung.

Neben dieser Instagram-würdigen Attraktion hat Nara noch viele Weltkulturerben in Form von Tempeln zu bieten. Wir haben uns den Todaiji Tempel angeschaut. https://www.todaiji.or.jp/de/

Der große Tempel, die Buddha Halle, ist ein beeindruckendes Gebäude mit einer sehr, sehr großen Buddha Statue.Auch hier geben die Fotos das nur sehr schlecht wieder. Der Tempel ist eine der größten Holzkonstruktionen der Welt. Erbaut um 800 ist er zweimal ausgebrannt und in der jetzigen Form „nur“ 2/3 so groß wie das Original. 

Da wir noch viele Tempel vor uns haben, haben wir es dabei belassen und sind mit dem Zug zurück nach Osaka, direkt in ein weiteres veganes Restaurant, das Green Earth. Auch sehr gut, ein kleiner Familienbetrieb, Vater serviert, Mutter und Sohn kochen.

Nach einer kurzen Rast ging es nochmal los in eine nicht ganz so schöne Ecke Osakas. mit kleinen Restaurants, Bars und Schießbuden (mit Gewehr, oder Bogen). In einer ziemlich runtergekommenen Ecke führte der Sohn uns in eine „Magic Bar“. Etwas skeptisch haben wir uns darauf eingelassen. Der Besitzer, MK und seines Zeichens Magier, hat uns dann exklusiv für 1000 Yen / p.P. + Getränk 30min lang seine durchaus beeindruckenden kleinen Tricks vorgeführt. Es war am Ende besser als erwartet. Ohne die Recherchen von Nik vor der Reise wären wir im Leben dort nicht gelandet.

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