Herbsttrip – Teil 2

Wir hatten zufallig den Kompass Wanderführer vom Schweizer Jura in der Bibliothek gesehen und ausgeliehen. Die Wanderungen darin klangen gut, auch wenn es nicht in das ganz hohe Gebirge geht. Wir haben uns einen der dort aufgeführten CP ausgesucht, einen kleinen Platz hinter Délemont auf einem Plateau im Ort Rebeuvelier. Mitten im Nix, einfacher Platz, viel Landschaft drumherum.

Eigentlich war Zermatt unser Ziel, aber da wir nicht wussten, wann genau wir wegen der Trauerfeier für Markus zurück sein wollten, haben wir nicht den schnellen Weg in den Süden gesucht. Erschwerend kam hinzu, dass wir mit dem WoMo nicht für eine Fahrt durch den Lötschbergtunnel verladen konnten: zu hoch und zu breit. Alternativ hätten wir in einem weiten Bogen um die Berge herum fahren müssen, dazu war uns aber nicht.
Aber das (der?) Jura ist auch sehr schön. Wir haben uns für den nächsten Tag direkt eine Wanderung um den Hausberg herausgesucht. Schöne Tour, tolle Ausblicke auf die entferntesten viertausender Berge (Mönch, Eigner …). Rast mit Rösti bei einem Berggasthof, Kühe mit Glocken. Klischee erfüllt.
Am Ende, weil wir länger nicht mehr gewandert sind, waren wir nach den 16km und 870hm recht kaputt.


Deswegen am nächsten Tag: Nix, also fast nix. Wir haben das ÖPNV Ticket genutzt und sind mit Bus und Bahn durch die Gegend gefahren. Waren kurz in Délemont und sind mit der Jura Bahn bis hoch nach Saignelégier gefahren. War ok, aber nicht besonders spannend.

Eigentlich sollte das nach drei Nächten unser letzter Tag auf dem Campingplatz gewesen sein. Aber es war so schön dort, dass wir am Mittwochmorgen spontan entschieden haben, noch eine Nacht zu bleiben. Mittlerweile wussten wir auch, dass unsere Heimreise am 7.10. sein sollte. Somit stand fest, dass wir nicht großartig weiter in den Süden fahren würden.

Wir haben dann den Tag genutzt und sind zu einer Tour mit den Bikes aufgebrochen, wieder um den Hausberg, aber diesmal auf anderen Wegen. Sehr schön, mit knackigem Anstieg zum Schluss.

Als nächstes Ziel hatten wir uns die Gegend um die Drei Seen Bieler , Murten und Neuchâtel ausgesucht. Das waren eigentlich nur ein paar Kilometer.

Am Ende wurden daraus schlappe 220km, weil wir dort überhaupt keinen Platz gefunden haben, der uns zugesagt hat. Die Campingplätz dort waren übervoll mit Dauercampern, ein paar wenige Touristenplätze lagen versteckt und wenig attraktiv am Rande der Plätze. Wir haben uns mit dem schweren WoMo die Berge mit bis zu 14% Steigung und Gefälle hoch- und runtergequält, um am Ende ca. 50km entfernt von unserem Startpunkt in der Schweiz in Frankreich in Altkirch im Sundgau zu landen.

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